Im Rahmen des Erasmus+-Programms durfte unsere Schule zwei Wochen lang zwei italienische Schüler aus Seregno begrüßen: Stephanie und Michele. Ziel der Short Term Mobility war es, den Gästen einen umfassenden Einblick in den deutschen Schulalltag sowie in wirtschaftliche und berufspraktische Bereiche zu ermöglichen und gleichzeitig den interkulturellen Austausch zu fördern.
Während ihres Aufenthalts waren Stephanie und Michele in Gastfamilien untergebracht, die ihnen nicht nur den Alltag in Deutschland näherbrachten, sondern auch zahlreiche Freizeitaktivitäten ermöglichten. Dadurch konnten sie Land, Leute und Kultur auf besonders persönliche Weise kennenlernen.
An den Unterrichtstagen nahmen die beiden italienischen Schüler regelmäßig am Unterricht ihrer deutschen Austauschpartner teil. Dabei besuchten sie unter anderem die Fächer Betriebswirtschaftslehre (BWL), Mathematik, Deutsch, Englisch, Chemie und Sozialkunde. Besonders der wirtschaftliche Schwerpunkt mit mehreren BWL-Stunden bot ihnen wertvolle Einblicke in die inhaltliche Ausrichtung unserer Schule sowie in unterschiedliche Unterrichts- und Arbeitsformen.
Ein wichtiger Bestandteil der Short Term Mobility war der Praxisbezug. So absolvierten Stephanie und Michele ein Praktikum an der Hochschule der Deutschen Bundesbank, bei dem sie wirtschaftliche und finanzielle Zusammenhänge aus nächster Nähe kennenlernen konnten. Zusätzlich bestand die Möglichkeit eines weiteren Praktikums bei der Westerwaldbank, wodurch das Programm sinnvoll ergänzt wurde.
Neben Schule und Praktikum standen auch gemeinsame kulturelle Aktivitäten und Exkursionen auf dem Programm. Ein Ausflug nach Gießen mit dem Besuch des Mathematikums sowie des Weihnachtsmarktes bot spannende Einblicke in Wissenschaft und regionale Kultur. Ein weiteres Highlight war die Fahrt nach Köln, bei der die italienischen Gäste gemeinsam mit anderen italienischen Austauschschülern den Kölner Dom, das Schokoladenmuseum und den Weihnachtsmarkt besuchten.
Insgesamt war der zweiwöchige Aufenthalt für Stephanie und Michele eine bereichernde Erfahrung. Sie konnten nicht nur ihre Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch wertvolle Eindrücke vom deutschen Schul- und Berufsleben sammeln. Gleichzeitig stellte der Besuch eine große Bereicherung für unsere Schulgemeinschaft dar und stärkte den europäischen Gedanken sowie die internationale Zusammenarbeit.
Wir bedanken uns herzlich bei allen beteiligten Lehrkräften, Gastfamilien und Kooperationspartnern, die dieses erfolgreiche Erasmus+-Projekt ermöglicht haben.
Short Term Mobility im Rahmen von Erasmus+
Erasmus+, Rückbesuch Bologna
Ende November war es endlich so weit: Nach dem herzlichen Empfang unserer deutschen Schülerinnen und Schüler in Bologna Anfang November stand nun der Rückbesuch unserer 15 italienischen Gäste bevor. Die Vorfreude war groß – und die Wiedersehensfreude am Flughafen Köln/Bonn am Donnerstagabend sogar noch größer. Trotz der späten Uhrzeit füllten strahlende Gesichter und gespannte Neugier den Ankunftsbereich, bevor die Austauschpartner gemeinsam nach Hachenburg fuhren, wo die Gastfamilien schon warteten.
Ein zentraler Schwerpunkt des Austauschs war ein gemeinsames Nachhaltigkeitsprojekt. In deutsch-italienischen Teams gestalteten die Schülerinnen und Schüler E-Books zu bienenfreundlichen Blumen und stellten frischen Apfelgelee her, der aus dem Apfelsaft von Äpfeln aus dem Schulgarten hergestellt wurde. Dabei entstanden nicht nur leckere Ergebnisse, sondern auch viele Gelegenheiten zum Austausch und gemeinsamen Lernen.
Neben dem Projekt erlebte die Gruppe eine abwechslungsreiche Mischung aus Ausflügen und Begegnungen. Besonders viel Freude bereitete das Eisstockschießen in Limburg – für viele eine neue und unerwartet lustige sportliche Herausforderung. Auch der Besuch des Mathematikums in Gießen lud zum Entdecken, Ausprobieren und Staunen ein, bevor der festliche Weihnachtsmarkt erste Eindrücke deutscher Adventstraditionen vermittelte.
In Hachenburg selbst erkundeten die Gäste die Stadt bei einem gemeinsamen Rundgang und wurden sogar vom Bürgermeister offiziell begrüßt. Für zusätzliche gute Stimmung sorgten eine gemeinsame Bowling-Session sowie viele private Aktivitäten in den Familien, die einen authentischen Einblick in das Leben der Austauschpartnerinnen und -partner boten.
Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Kochen, bei dem sich die Küche in einen lebhaften deutsch-italienischen Begegnungsraum verwandelte: Weihnachtsplätzchen, Quarkbällchen, Schnitzel und Bratkartoffeln mit Salat sowie viele Gespräche machten den Abend zu einem Highlight.
Der abschließende Ausflug nach Köln – mit Schokoladenmuseum und Dom – rundete die Woche ab, bevor ein Abschied mit vielen Umarmungen folgte.
Wir bedanken uns bei allen, die diesen Austausch ermöglicht haben.
Projektbericht: „Ein Interkulturelles Kochbuch“
Im Rahmen unseres Erasmus+ Projekts „Ein interkulturelles Kochbuch“ konnten die Schüler*innen der Deutschen Schule Lissabon und der Realschule Plus Hachenburg ihre kulturelle Vielfalt und digitale Kompetenzen auf spannende Weise miteinander verbinden. Ziel dieses Projekts war es, einen lebendigen interkulturellen Austausch zu schaffen und dabei ein gemeinsames Kochbuch zu erstellen, das typische Gerichte der jeweiligen Heimatländer und darüber hinaus vereint.
Das Projekt startete mit einer digitalen Kennenlernphase. Die Schüler der 6. Klassen beider Schulen traten per E-Mail und Videokonferenz miteinander in Kontakt, um erste Verbindungen zu knüpfen und ihre gemeinsamen Interessen zu entdecken. Durch die direkte Kommunikation entwickelten sie erste Einblicke in die Lebenswelt ihrer Partnergruppe und bereiteten sich auf die nächste Phase vor: den Austausch von Rezepten.
Im Deutschunterricht verfassten die Schüler*innen zunächst eine detaillierte Vorgangsbeschreibung zu einem landestypischen Rezept. Hierbei konnten sie nicht nur ihre sprachlichen Fertigkeiten im Bereich des Verfassens von Anleitungen vertiefen, sondern auch ihre Kreativität und Begeisterung für die eigenen kulinarischen Traditionen einfließen lassen. Die Rezepte spiegelten die kulturelle Vielfalt der Gruppe wider und reichten von traditionellen deutschen und portugiesischen Gerichten bis hin zu Speisen, die Wurzeln in anderen Ländern wie der Türkei oder Syrien haben.
Anschließend ging das Projekt in die praktische Phase über: Die Schüler der Partnerschulen erhielten die Rezeptanleitungen und wagten sich an das Nachkochen der Speisen. Mit iPads dokumentierten sie jeden Schritt der Zubereitung. Die Ergebnisse hielten sie in PowerPoint-Präsentationen, Fotocollagen oder sogar kurzen Filmen fest. Diese Dokumentation diente nicht nur dazu, ihre Erfahrungen festzuhalten, sondern ermöglichte auch der jeweiligen Partnergruppe wertvolles Feedback zur Rezeptanleitung zu geben. So konnten etwaige Unklarheiten oder sprachliche Missverständnisse identifiziert und anschließend im nächsten Schritt korrigiert werden.
In der letzten Projektphase wurden alle überarbeiteten Rezepte in einem digitalen Kochbuch zusammengefasst
Rückblickend lässt sich sagen, dass das Projekt „Ein interkulturelles Kochbuch“ ein voller Erfolg war. Die Schüler konnten ihre sprachlichen und digitalen Fähigkeiten ausbauen, interkulturelle Kompetenzen erwerben und in der Teamarbeit wertvolle Lernerfahrungen sammeln
Dieses Projekt hat verdeutlicht, wie bereichernd und inspirierend der Austausch über kulturelle und kulinarische Grenzen hinweg sein kann – ein wertvolles Erlebnis für alle Beteiligten.
Jobshadowing an der Deutschen Schule Lissabon: Digitale und Interkulturelle Lernerfahrungen
Im Rahmen eines Erasmus+ Jobshadowing-Programms hatten wir die einzigartige Gelegenheit, an der Deutschen Schule Lissabon (DSL) neue pädagogische Impulse und wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und interkulturelle Kompetenzen zu sammeln. Diese Zusammenarbeit ermöglichte es uns, tiefere Einblicke in die innovativen digitalen Bildungsansätze und nachhaltigen Schulkonzepte der DSL zu gewinnen. Während unseres Aufenthalts konnten wir aktiv am Unterricht teilnehmen, in den Austausch mit portugiesischen und deutschen Kolleginnen und Kollegentreten und gemeinsam neue didaktische Ideen entwickeln.

Ein zentrales Lernziel war das Kennenlernen und Analysieren des Einsatzes von iPads im Unterricht an der DSL. Durch die Teilnahme an verschiedenen Unterrichtseinheiten, in denen digitale Geräte intensiv genutzt wurden, konnten wir eine breite Auswahl interaktiver Lernmethoden und Tools direkt erleben und dokumentieren. Besondere Aufmerksamkeit widmeten wir dabei den eingesetzten Apps und den didaktischen Konzepten, die in den Klassen angewandt wurden. Ein wichtiges Anliegen für uns war es, die Chancen und Herausforderungen des iPad-Einsatzes im Vergleich zur eigenen Unterrichtspraxis zu reflektieren. Gemeinsam mit einer Lehrkraft vor Ort entwickelten wir schließlich ein innovatives iPad-Projekt, das die Schülerinnen und Schüler beider Schulen in einen spannenden interkulturellen Dialog bringt und die Möglichkeiten digitaler Zusammenarbeit in der Praxis verdeutlicht.
Der Austausch mit IT-Expertinnen und Experten der DSL und die Teilnahme am Informatikunterricht boten uns einen tiefen Einblick in die digitale Infrastruktur der Schule und deren Mobile Device Management (MDM).
Neben der Digitalisierung spielte auch das Thema Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle im Jobshadowing-Programm. Die nachhaltigen Konzepte der DSL, wie Recycling-Initiativen und Projekte zur Ressourcenschonung, haben uns beeindruckt und dazu inspiriert, konkrete Ideen für eine nachhaltigere Gestaltung des Schulalltags an unserer Schule zu entwickeln. Nach unserer Rückkehr übernehmen wir nun die Rolle von Multiplikatorinnen und setzen uns aktiv dafür ein, Umweltbewusstsein und nachhaltige Verhaltensweisen an unserer Schule zu fördern.
Die Erfahrungen an der Deutschen Schule Lissabon waren für uns Lehrerinnen eine wertvolle Bereicherung – sowohl pädagogisch als auch persönlich. Wir konnten nicht nur unsere digitalen Kompetenzen erweitern, sondern auch nachhaltige Konzepte und interkulturelle Perspektiven vertiefen. Mit einem Gepäck voller neuer Impulse und Projekte freuen wir uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse in unsere Schule zu tragen und so langfristig zu einer modernen, digitalen und nachhaltigen Schulkultur beizutragen.
Danke an unsere lieben Kolleginnen und Kollegen aus Lissabon, dass wir bei euch sein durften!
















