Viele Stimmen, ein gemeinsames Zeichen – Unsere Schule bekennt sich zu Courage und Respekt
Am vergangenen Donnerstag, den 22. Januar 2026, wurde unsere Schule im Rahmen einer eindrucksvollen Auftaktveranstaltung feierlich in das bundesweite Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage aufgenommen. Die Veranstaltung wurde vom Demokratieteam der Schule – Corinna Buchner (Schulsozialarbeiterin), Julia Runkel, Giuseppina Recchia und Anika Sperl (Lehrkräfte) – mit großem Engagement vorbereitet und organisiert. Gemeinsam mit der Sozial-AG, der das Projekt ebenso sehr am Herzen liegt, wurde – unter Leitung von Corinna Buchner und Julia Runkel, über viele Monate hinweg geplant, verworfen, neu gedacht und angepasst, um allen Beteiligten und Anwesenden einen würdevollen und gelungenen Start in diese besondere Auszeichnung zu ermöglichen.
Den inhaltlichen Einstieg gestaltete die Sozial-AG mit einem selbst erarbeiteten Video, das die Ziele und Werte des Netzwerks anschaulich vermittelte, den Ablauf des Tages erklärte und zugleich verdeutlichte, wie jede Schülerin und jeder Schüler einen kleinen, aber bedeutenden Teil hin zu mehr Courage leisten kann. Unter Anwesenheit hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport, Gesellschaft und Netzwerk versammelte sich die gesamte Schulgemeinschaft in der Rundsporthalle, wo die feierliche Rahmenveranstaltung durch das Schulorchester, unter Leitung von Jens Köhler, musikalisch eröffnet wurde.
Nach der Begrüßung der Gäste durch den Schulleiter, Jörg Müller, machte der Regionalbeauftrage von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, Herr Hartenfels, eingangs in seinen Ausführungen die Bedeutung von Zivilcourage im schulischen Alltag deutlich und betonte die besondere Verantwortung von Schulen als Orte der Wertevermittlung. Im Anschluss daran folgte ein von Schülerinnen und Schülern der Sozial-AG vorbereitetes Interview. Dabei gaben neben unseren Schulpaten Lisanne Gräwe (Eintracht Frankfurt und Mittelfeldspielerin der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen) und Cacau (ehemaliger Stürmer beim VfB Stuttgart und der Deutschen Nationalmannschaft der Männer) auch der amtierende Landtagspräsident Hendrik Hering sowie die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hachenburg, Gabriele Greis, persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung sowie ihren Umgang damit und sprachen auch über ihr individuelles Verständnis von Courage. Ganz besonders eindrücklich war ihre Botschaft, jungen Menschen Mut zu machen, an sich zu glauben und stets Toleranz sowie Offenheit – unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe – vorzuleben.
Einen mitreißenden, interaktiven und zugleich symbolträchtigen Höhepunkt bildete das anschließende Miniturnier im Fußballdart. In gemischten Teams nahmen die Schülersprecher Romeo Walter und Luca Hilpisch gemeinsam mit weiteren geladenen Gästen jene Verhaltensweisen und Einstellungen ins Visier, für die an unserer Schule kein Platz sein soll. Unter Beifall und motivierenden Zurufen der Schüler- und Lehrerschaft aus den oberen Rängen, die das Geschehen gespannt verfolgten, wurden dabei Begriffe wie „Diskriminierung“, „Hass“ oder Gewalt“ von der XXL-Dartscheibe geschossen. Als Sieger ging dabei das Team um Cacau hervor.
Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit für persönliche Begegnungen, Fotos und Autogramme von den Projektpaten Cacau und Gräwe. Die große Begeisterung zeigte sich in einer nahezu endlosen Warteschlange, um Erinnerungen mit den beiden Paten festzuhalten. Anschließend lud das internationale Buffet, das von den Schülerinnen und Schülern im Klassenverband mit Finger Food aus aller Welt gestaltet wurde, zu einem gemeinsamen Frühstück ein und spiegelte die kulturelle und wertvolle Vielfalt unserer Schulgemeinschaft wider.
Ein ganz besonderes und nachhaltiges Zeichen setzte der abschließende symbolische Akt: Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt zu Beginn des Tages ein Puzzleteil auf dem jeweils ein Wert notiert wurde, der persönlich als besonders wichtig erachtet wird. Klassenintern wurden diese Puzzleteile gesammelt und stellvertretend durch die Klassensprecherteams aller Jahrgangsstufen in den eigens angefertigten Rahmen vor dem Haupteingang der Schule eingeworfen wurden. So sind Begriffe wie Toleranz, Respekt, Mut, Verantwortung, Gleichberechtigung oder Zusammenhalt dauerhaft sichtbar und bleiben im Schulalltag jederzeit präsent. Der unmittelbar daneben gepflanzte Wertebaum – eine Elsbeere – unterstreicht diesen Gedanken zusätzlich; der Spatenstich wurde von Cacau und der Landratsvertreterin Gabriele Wieland vorgenommen. Rahmen und Baum stehen dabei sinnbildlich für die Haltung unserer Schule – heute und auch in Zukunft!
Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle dem gesamten Kollegium, den Hausmeistern und dem Schulsekretariat, die mit großem Einsatz bei Aufbau- und Abbauarbeiten unterstützten, organisatorische Abläufe absicherten und die Klassen während des Veranstaltungstages begleiteten. Ebenso danken wir allen anwesenden Gästen herzlich für Ihre Anteilnahme und Unterstützung. Ihr Mitwirken machte deutlich, dass es sich bei diesem Tag nicht einfach nur um eine gelungene schulische Veranstaltung handelte, sondern um ein bewusstes Zeichen für Haltung, ein gemeinsames Zusammenkommen und den offenen Austausch – Werte, die unser Schulleben nachhaltig prägen sollen.
Wir sind stolz darauf, Teil des Netzwerkes Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu sein, und freuen uns auf eine engagierte Partnerschaft mit vielen interessanten Workshops und vielfältigen Projekten, durch die wir unsere Werte leben, reflektieren und weiterentwickeln werden.

Unser Ernenungstag in der Presse:
https://www.ww-kurier.de/artikel/166348-hachenburger-schule-tritt-netzwerk-gegen-rassismus-bei
https://www.hendrik-hering.de/meldungen/realschule-plus-und-fachoberschule-hachenburger-loewe-setzt-zeichen-fuer-courage-und-vielfalt/























