Schule – Verein –Schiedsrichter

Eine Gemeinschaftsaktion zwischen dem Fußballkreis Westerwald/Sieg und der Realschule plus und Fachoberschule Hachenburg


Ein Problem kommt auf zahlreiche Vereine im Fußballkreis Westerwald/Sieg zu – fehlende Schiedsrichter um das Vereinssoll zu erfüllen.

Jörg Müller, stellvertretender Schulleiter der RS+/FOS Hachenburg und gleichzeitig Beauftragte‚ Schule und Fußball‘ im Fußballkreis Westerwald/Sieg sann auf Ab- oder genauer gesagt, auf Mithilfe. In Zusammenarbeit mit dem Fußballverband und dem Fußballkreis initiierte er eine Aktion zur Ausbildung von Jung-Schiedsrichtern an seiner Schule. Diese Aktion gab es bereits schon einmal vor drei Jahren. Jedoch war hier die Nachhaltigkeit eher bescheiden. Nun soll ein neues Konzept helfen, dass die jungen Schiedsrichter langfristiger Spaß an der Spielleitung haben..Wolfgang Hörter, Staffelleiter im Fußballkreis Westerwald/Sieg hatte in einem Rundschreiben alle Vereine im Fußballkreis über das Angebot informiert. Zudem wurde das Projekt auch noch in einem Aufruf anlässlich der Rückrundentagung des Fußballkreises im März diesen Jahres vom zuständigen Referenten vorgestellt. Letztendlich sind aber die Vereine in der Verantwortung, Vorsorge zu treffen, über die satzungsgemäße Anzahl von Schiedsrichtern zu verfügen. Die Hand wurde gereicht.

Jörg Müller hatte an seiner Schule kräftig die ‚Werbetrommel‘ gerührt, an einer solchen SR-Ausbildung teilzunehmen. Dreizehn Jugendliche, darunter eine Schülerin, hatten sich für eine Teilnahme entschieden. Diese wurden nun mit ihren Eltern sowie den Verantwortlichen im SR-Wesen des Fußballkreises zu einer ersten Besprechung und Vorstellung des Konzeptes von Jörg Müller in die GTS in Hachenburg eingeladen. „Vereine brauchen Schiedsrichter, Schüler brauchen Selbstbestätigung“, sagte Jörg Müller in seiner Begrüßung“. Die Schüler müssten Regeln lernen und umsetzen,  dies gelte nicht nur im Schulbereich sondern später auch auf dem Fußballplatz.

Müller erläuterte die einzelnen  Schritte zur SR-Ausbildung und deren Umsetzung.

In 5 Schritten geht es nun für die Interessierten darum, Schiedsrichter zu werden.Neu ist dabei ein Eignungsgespräch  zwischen den Kandidaten und den Verantwortlichen der SR-Ausbildung. Hierzu standen SR-Lehrwart Matthias Vogel, Jung-SR-Betreuer Burkhard Fischer sowie KSO Detlef Schütz im Anschluss an die Begrüßung zur Verfügung. Dabei geht es u.a. darum, festzustellen, ob ausreichend Selbstsicherheit für ein Auftreten als Schiedsrichter vorhanden ist. Diesem Vorgespräch folgt dann die theoretische Ausbildung mit Regeltest, eine praktische Ausbildung sowie  erste probeweise Einsätze mit ‚Patenbegleitung‘ von erfahrenen Schiedsrichtern und mündet schließlich in der Abnahme der Schiedsrichterprüfung und Anerkennung des Fußballverbandes als geprüfter Schiedsrichter.

Lukas Wilzek, der vor drei Jahren an der ersten Ausbildung von Schiedsrichtern teilgenommen hatte, berichtete den anwesenden künftigen ‚Kollegen/innen‘ über seine Entwicklung. Er darf heute bereits bis einschließlich Kreisliga A pfeifen und ist im Gespann von SR-Lehrwart  Matthias Vogel. KSO Detlef Schütz freute sich über das rege Interesse an einem „neuen Lebensweg“ und wies darauf hin, dass auf die Jung-SR gezielt von den SR-Ausbildern und Betreuern eingegangen werde.

Wolfgang  Hörter führte aus „Die Kandidaten sind in der Pflicht, aber auch die Eltern“. Jörg Müller machte den künftigen Schiedsrichtern Mut:  „Eine glänzenden Zukunft steht euch bevor“. Bedauerlich war die Tatsache, dass trotz der intensiven Bemühungen seitens der Schule und des Fußballkreises gerade einmal 6 Vereinsvertreter (22 fehlende Schiedsrichter wurden bei der Arbeitstagung gemeldet) an diesem Abend zugegen waren. Die anwesenden Vereine haben nun den ersten Zugriff auf die künftigen Schiedsrichter.    Text/Fotos : Willi Simon